Abstract
Einsam froh oder gemeinsam glücklich? Oder dabei, aber trotzdem nicht zufrieden?
Ruhige, begabte Mädchen werden im schulischen Umfeld oft übersehen. Ihre Zurückhaltung kann dazu führen, dass ihre Fähigkeiten nicht erkannt oder gefördert werden. Das hat Auswirkungen auf ihre schulische und emotionale Entwicklung.
Der Beitrag thematisiert unter Bezugnahme auf Gemeinsinn und Eigensinn das Spannungsfeld zwischen Begabung und Gemeinschaft. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Einflussfaktoren die Situation von Mädchen mit Begabung erschweren und dazu führen, dass sie immer stiller werden. Dabei werden gesellschaftliche bzw. familiäre Erwartungen sowie schulische und soziale Einflussfaktoren angesprochen, die dazu führen, dass sie sich an die Gleichaltrigen anpassen und Fähigkeiten oder Aktivitäten, die Freude bereiten könnten, vernachlässigen, um dazuzugehören.
Es stellt sich nun die Frage, wie Gemeinsinn entwickelt werden kann, der die Individualität aller Schüler*innen anerkennt, und welche Wege eingeschlagen werden könnten, um individuelle Begabung zu fördern, ohne soziale Eingebundenheit zu gefährden.

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