Didaktik geht vom Schüler aus – aber wie?

Mathetik und lernseitige Orientierung – Positionsbestimmungen

Autor/innen

  • Michael Schratz Universität Innsbruck
  • Christian Wiesner Pädagogische Hochschule Niederösterreich

Abstract

Der Beitrag sondiert auf Grundlage des Perspektivenwechsels vom Lehren zum Lernen wie auch vom Angebotsparadigma zur Entwicklungsorientierung zwei Konzepte, die sich in der Positionierung des didaktischen Diskurses für das Lernen der Schülerinnen und Schüler stark machen: einerseits über die Betonung des Lernens durch Erfahrung und Widerfahrnisse, andererseits über die konstruktivistisch-systemtheoretische Perspektive des Lernens als Selbstorganisation. Der Wandel vom Lehren zum Lernen im didaktischen Diskurs, der die gegenwärtigen Debatten über die Gestaltung von Unterricht bestimmt, ist jedoch auch dadurch gekennzeichnet, dass er zwar eine Verlagerung der Aktivitäten von der Lehrperson zu den Lernenden fordert, sich allerdings nicht der Frage stellt, wie durch Lehre und Unterricht Erziehung und Bildung hervorgebracht werden kann und wer und wie Lernen ver-antwortet wird. Der Beitrag vergleicht die Mathetik und die lernseitige Orientierung im Unterrichtsgeschehen und versucht die eigene Positionierung gegenüber anderen Konzepten aufzuzeigen.

Veröffentlicht

2020-10-14 — aktualisiert am 2020-10-15

Ausgabe

Rubrik

Innovationen in Unterricht und Erziehung