Mentoring als Instrument der Personalentwicklung zur Unterstützung beginnender Lehrpersonen bei der Entwicklung von Copingstrategien für berufsbezogene Belastung

Eine empirisch – qualitative Studie

Autor/innen

  • Johannes Dammerer Pädagogische Hochschule Niederösterreich
  • Tanja Kuntner Pädagogische Hochschule Niederösterreich und Volksschule Bromberg

Abstract

Lehrerbildung wird in drei Phasen geteilt. Der ersten Phase der Ausbildung folgt der Berufseinstieg und diesem die stetige Fort- und Weiterbildung. Dabei wird der Berufseinstieg als eine bedeutende Spanne beschrieben. Zahlreiche neue Aufgaben, Herausforderungen und Belastungen kommen auf beginnende Lehrpersonen in dieser Zeit zu und müssen bewältigt werden. Dazu bedarf es entsprechender Maßnahmen zur Unterstützung der berufseinsteigenden Lehrer/innen. Um die Belastungen im Berufseinstieg und auch deren Bewältigung zu erkunden, wurden in dieser Untersuchung im Raum Niederösterreich in der Volksschule tätige Lehrpersonen mittels Leitfadeninterview befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass beginnende Lehrpersonen Belastungen primär durch aktives Handeln, insbesondere durch intensive Einbindung der sozialen Umwelt (Kollegium, Vorgesetzte, Familie etc.) bewältigen. Besonders bevorzugt werden dabei gezielte Hilfestellungen und praktische Ratschläge von erfahreneren Kolleginnen/Kollegen. Eine positiv erlebte soziale Unterstützung kann daher als eine bedeutsame Ressource in der Belastungsbewältigung gesehen werden. Mentoring beschreibt eine Beziehung zwischen einer erfahrenen und einer nicht erfahrenen Person. Als Instrument der Personalentwicklung kann Mentoring daher als ein adäquates Mittel gesehen werden, damit Lehrpersonen künftig den Berufseinstieg weniger belastend erleben und sie zugleich in ihrer persönlichen und berufsbezogenen Entwicklung effizient unterstützt werden.

Veröffentlicht

2020-10-14

Ausgabe

Rubrik

Pädagogisch-praktische Studien und Reflexionen zur schulischen Praxis

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