Stärkung der Kompetenzen beginnender Lehrpersonen als Belastungsreduzierung

Autor/innen

  • Johannes Dammerer Pädagogische Hochschule Niederösterreich
  • Susanne Symoni-Klinger Pädagogische Hochschule Niederösterreich

Abstract

Der Berufseinstieg ist eine herausfordernde Phase für beginnende Lehrpersonen. Viele der neuen Aufgaben werden als belastend empfunden. Professionelles Handeln im Lehrerberuf setzt eine Vielzahl von Kompetenzen voraus, die im Laufe des Studiums in ihrer Komplexität nicht erlernt werden können. Seit dem Schuljahr 2019/20 wird in Österreich eine Induktionsphase durchgeführt, die eine Begleitung der beginnenden Lehrpersonen durch eine Mentorin bzw. einen Mentor vorsieht. Einerseits ist für den Mentee eine Auseinandersetzung mit den neuen Herausforderungen notwendig, um so eine Weiterentwicklung in der Kompetenz zu erfahren. Andererseits ist es für die Mentorin bzw. den Mentor wichtig, die Bedürfnisse, Belastungen und fehlenden Kompetenzbereiche der beginnenden Lehrpersonen zu kennen.

Im Rahmen einer Ratingkonferenz wurden die Belastungen von beginnenden Lehrpersonen mit Hilfe eines qualitativen und quantitativen Auswertungsverfahrens untersucht. Die Bereiche ,Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern‘ und ,Hohe Anzahl an Unterrichtsstörungen‘ wurden als besonders belastend eingestuft. In einem deduktiven Vorgehen wurde untersucht, in welchen Bereichen beginnende Lehrpersonen eine Stärkung ihrer Kompetenz benötigen. Grundlage dafür bildete das Kompetenzmodell nach Schart und Legutke, welches grundsätzlich bestätigt werden konnte. Eine Stärkung im Bereich der Selbstkompetenz bildet die Basis für professionelle Weiterentwicklung und die erfolgreiche Bewältigung von Belastungen.

Veröffentlicht

2020-10-14

Ausgabe

Rubrik

Pädagogisch-praktische Studien und Reflexionen zur schulischen Praxis

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