Abstract
In der vorliegenden Studie wird Mentoring in der Induktionsphase von Lehrpersonen in Österreich als Ausdruck von Gemeinsinn, in dem Personen kooperativ zusammenarbeiten, um berufliche Entwicklung gemeinsam zu gestalten, im Hinblick auf die Zufriedenheit von Berufseinsteiger:innen untersucht. Ziel der Studie ist es, auf Basis einer Fragebogenerhebung Unterschiede zwischen Kohorten mit hoher (sehr zufrieden/zufrieden) und niedriger Zufriedenheit (wenig zufrieden/unzufrieden) zu untersuchen und deren Bewertungen zentraler Skalenbereiche Mentoring-Betreuung, Mentoring-Stil, Mentoring und Schulleitung sowie Mentoring-Zusammenarbeit zu vergleichen. Der Beitrag präsentiert ausgewählte Teilergebnisse von n = 703 Lehrpersonen im Berufseinstieg, die deskriptiv analysiert und vergleichend gegenübergestellt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass hohe Zufriedenheit insbesondere mit einer regelmäßigen, persönlichen und vertrauensvollen Mentoring-Betreuung, einem dialogischen Mentoring-Stil sowie einer professionell und inhaltlich breit angelegten Mentoring-Zusammenarbeit einhergeht. Zudem erweist sich die aktive Einbindung der Schulleitung als zentraler Faktor. Insgesamt verdeutlichen die Befunde, dass Zufriedenheit weniger von einzelnen Maßnahmen als von Qualität, Kohärenz und Passung der Mentoring-Gestaltung abhängt und wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung von Mentoring-Konzepten liefert.

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