Abstract
Der Beitrag stellt Ergebnisse des quantitativen Forschungsteils des Projekts KI:Medien:Ethik vor. Im Mittelpunkt stehen Einstellungen von Hochschullehrenden an einer Pädagogischen Hochschule zu generativer Künstlicher Intelligenz sowie zu ausgewählten ethischen Fragestellungen. Grundlage bilden zwei Online-Erhebungen aus den Jahren 2024 und 2025, die deskriptiv vergleichend ausgewertet werden. Analysiert wird, welche Chancen, Befürchtungen und ethischen Problemwahrnehmungen Hochschullehrende mit KI-Systemen verbinden und wie sich Antworttendenzen zwischen den beiden Erhebungszeitpunkten verändern. Die Auswertung wird entlang ethischer Prinzipien wie Gerechtigkeit, Nicht-Nachteiligkeit, Vorteilhaftigkeit, Nachvollziehbarkeit, Autonomie und Privatsphäre strukturiert. Die Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte Sensibilität gegenüber Risiken generativer KI, insbesondere in Bezug auf Datenschutz, Stereotypisierung, demokratische Prozesse und Nachvollziehbarkeit. Kausale Aussagen über Wirkungen hochschulischer Maßnahmen können auf Grundlage des vorliegenden Designs nicht getroffen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass unter den befragten Hochschullehrenden eine hohe Sensibilität für ethische Risiken generativer KI besteht. Zugleich verweisen sie auf den Bedarf an institutioneller Orientierung, Fortbildung und diskursiven Formaten.

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