Abstract
Der Beitrag arbeitet zentrale Veränderungen digitaler Informationssuche im Kontext generativer KI heraus und diskutiert deren Bedeutung für demokratische Handlungsfähigkeit sowie für bildungsbezogene Kompetenzanforderungen. Ausgangspunkt ist der Wandel von klassischen Suchmaschinen hin zu synthetisierenden und zunehmend auch handlungsorientierten KI-Systemen, die Informationspraktiken grundlegend verändern. Vor diesem Hintergrund werden Risiken und Herausforderungen für individuelle Urteilsprozesse und öffentliche Meinungsbildung sowie veränderte Anforderungen an Lernende im KI-geprägten Informationsraum aufgegriffen. Auf dieser Basis entwickelt der Beitrag eine konzeptionelle Perspektive auf eine demokratiefördernde AI-Literacy, die unterschiedliche Kompetenzen, Entwicklungsbereiche und Handlungskomponenten adressiert. Das Konzept des Newskilling dient dabei als Rahmen zur Beschreibung kooperativer Mensch-KI-Interaktion als zentrale Handlungskomponente im digitalen Informationsraum. Insgesamt wird argumentiert, dass die Verschränkung von AI-Literacy und Demokratiekompetenzen eine zentrale Voraussetzung darstellt, um Lernende zu einer reflektierten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Orientierung in KI-geprägten Informationsumgebungen zu befähigen.

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