Abstract
Demokratiebildung stellt eine zentrale gesellschafts- und bildungspolitische Aufgabe dar. Der Artikel befasst sich damit, dass demokratische Haltungen und Kompetenzen nicht erst durch die Vermittlung politischer Inhalte entstehen, sondern durch Erfahrungen von Teilhabe, Anerkennung, Verantwortung und Selbstwirksamkeit in Familie, Kindergarten und Schule entwickelt werden. Die Familie wird dabei als erster Lernort demokratischer Werte beschrieben, während elementarpädagogische Einrichtungen und Schulen demokratische Erfahrungen durch Partizipation, Inklusion und gelebte Schulkultur ermöglichen. Darüber hinaus werden die Ambivalenz von Medien, die Biografiearbeit, außerschulische Lernorte sowie Kinderliteratur als mögliche Zugänge zur Demokratiebildung in der Primarstufe in den Blick genommen. Abschließend wird die Bedeutung von Mut, Partizipation und demokratischer Handlungsfähigkeit hervorgehoben und die Entwicklung eines österreichbezogenen Mitmach- und Mutmachbuches zur Demokratiebildung skizziert.

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