Pädagogik auf der Suche nach Inklusion II

Eine qualitative Untersuchung an Niederösterreichs Pflichtschulen

  • Roswitha Lebzelter Pädagogische Hochschule Niederösterreich

Abstract

Inklusion stellt eine Grundforderung an das nationale Bildungssystem dar. Österreich hat sich dafür ausgesprochen, sein Schulsystem in eine inklusive Schule überzuführen. Diese Arbeit befasst sich mit den Meinungen, Haltungen und Sichtweisen von Schulleiterinnen und Schulleitern an niederösterreichischen Pflichtschulen (Volksschule, Neue Mittelschule, Sonderschule) zum Thema Inklusion und zur geplanten Transformation. Untersuchungen zur Meinung des beteiligten pädagogischen Personals zur Inklusion liegen in der Literatur bereits vor. Allerdings besteht ein Mangel an Untersuchungen, die die Meinungen und Sichtweisen der Schulleitungen ergründen. Den Rückmeldungen aus Interviews werden Aussagen aus der Fachliteratur gegenübergestellt. Dabei sind Ähnlichkeiten in der Forderung nach mehr Personal für eine Schule für alle zu sehen; gleichzeitig weisen die Schulleiter/innen auf für sie unüberwindbar erscheinende Probleme bei der Inklusion aller hin. In der Fachliteratur und in Modellschulen wird Inklusion im Schulsystem meist mit einer grundlegenden Umorientierung im Bildungsprozess durch eine neue Sichtweise auf Diversität verknüpft. Hierin zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zu den Vorstellungen der Schulleiter/innen, für die eine derartige Änderung des Zugangs zu dem, was Schule sein soll, in diesem Prozess kein Thema ist.  
Veröffentlicht
2018-10-14
Rubrik
Fachwissenschaften

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