Die inklusive Schule in Österreich - Sonderpädagogik und Inklusive Pädagogik im Dialog

  • Irmgard Bernhard Pädagogische Hochschule Niederösterreich, Mühlgasse 67, 2500 Baden

Abstract

Die österreichische Regierung hat 2008 die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert und sich damit verpflichtet, ein inklusives Schulsystem aufzubauen. Die uneingeschränkte Teilhabe in Form eines gemeinsamen Unterrichts aller Schülerinnen und Schüler ruft jedoch unter Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen auch Bedenken hervor, indem Befürchtungen laut werden, dass die hochentwickelte sonderpädagogische Expertise dabei verloren ginge. Dieser Beitrag möchte aufzeigen, dass die Ermöglichung von Anerkennung und Teilhabe in einem sorgfältig geplanten gemeinsamen Unterricht nicht nur alle Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernen und ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen vermag, sondern dass die Überwindung des medizinischen Modells in der Sonderpädagogik große Chancen in sich birgt. Inclusive education in Austria: A dialog between special education and inclusive educationIn 2008 the Austrian government has ratified the Convention on the Rights of Persons with Disabilities and is now legally bound to build up an inclusive school system. Nevertheless, the full and effective participation of all students in the general education system also causes doubt among parents and pedagogues. There are concerns that competences and expert knowledge in special needs education might get lost. This paper would like to indicate that facilitating recognition and participation can support all students in their learning and personality development. Moreover, overcoming the medical model of disability offers great opportunities to improve the theory of special needs education.
Veröffentlicht
2014-04-15
Rubrik
Schul- und Hochschulentwicklung