Abstract
Der Beitrag betont die zentrale Rolle von Bildung für globale nachhaltige Entwicklung, die Lernende dazu befähigen soll, aktiv an einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Gesellschaft mitzuwirken. Besonders im Sachunterricht wird ein Verständnis für globale Zusammenhänge gefördert, um Schüler*innen auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Dabei spielen Lehrpersonen und Erziehungsberechtigte eine wichtige Rolle, indem sie Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen und kritisches Denken fördern. Die Studie untersucht, wie Schüler*innen der vierten Klasse ihre Einflussmöglichkeiten – insbesondere auf familiäre Entscheidungen im Kontext nachhaltiger Entwicklung – wahrnehmen und wie Eltern diese einschätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder bereits ein Bewusstsein für globale Herausforderungen wie Armut, Umweltverschmutzung und Klimawandel haben. Sie erkennen Zusammenhänge und mögliche Folgen nicht-nachhaltigen Handelns, können mitunter Einfluss auf nachhaltige Entscheidungen im Haushalt nehmen, erleben die eigene Handlungsfähigkeit aber meist auf den familiären Kontext beschränkt. Daraus ergibt sich die Bedeutung schulischer Bildung, die globale Themen mit politischer Bildung verknüpft und gezielt Selbstwirksamkeit stärkt.

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