Stärkt die Direktvermarktung die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in der österreichischen Landwirtschaft?

Erkenntnisse für die agrarische Bildung am Beispiel der Direktvermarktung von Milch und Milchprodukten

Autor/innen

  • Leopold Kirner Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

DOI:

https://doi.org/10.53349/resource.2022.iS22.a1026

Abstract

Der vorliegende Beitrag prüft die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit der Direktvermarktung auf Ebene von Einzelbetrieben. Die Datengrundlage liefern 16 Buchführungsbetriebe im Rahmen des Grünen Berichts, die mit Hilfe der Betriebszweigabrechnung auf Vollkostenbasis ausgewertet wurden. Zur Analyse der sozialen Aspekte wurden die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zu ihren Erfahrungen und Erfolgsfaktoren in der Direktvermarktung qualitativ befragt. Die Betriebe erwirtschafteten im Durchschnitt ein Einkommen von rund 10.600 € aus der Direktvermarktung, als Einkommensbeitrag pro Stunde errechneten sich etwa 14 €. Das kalkulatorische Betriebszweigergebnis in der Direktvermarktung war positiv, somit konnten alle Kosten durch Leistungen gedeckt werden, was in der Urproduktion der betreffenden Betriebe bei weitem nicht gelang. Die Aussagen der Landwirtinnen und Landwirte erlauben tierergehende Einblicke in die Direktvermarktung und verweisen auf eine große Vielfalt bei der Umsetzung. Die Interviewten bekunden eine große Zufriedenheit mit der Direktvermarktung und der überwiegende Anteil von ihnen möchte diese in der Zukunft weiterführen. Als größte Herausforderung wurde die Arbeitsbelastung identifiziert, wobei diese in vielen Betrieben den weiteren Ausbau dieses Betriebszweigs einbremst.

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Veröffentlicht

2022-04-04

Ausgabe

Rubrik

Jahrestagung zur Forschung 2022