Abstract
Der Beitrag thematisiert die UnSichtbarkeit queerer Jugendlicher im österreichischen Schulkontext und zeigt, dass die nationale Bildungsforschung bislang nur begrenzt systematische Erkenntnisse zu ihren Lebensrealitäten, Erfahrungen und Bedarfen bereitstellt. Dazu befasst sich diese explorative Untersuchung einleitend mit queerer österreichischer Bildungsforschung zwischen 2020 und 2026. Anschließend werden internationale Studien herangezogen, um Schule als Risiko- und Möglichkeitsraum zu konturieren und Ansatzpunkte für zukünftige Forschung, Professionalisierung und Schulentwicklung abzuleiten. Im Fokus stehen dabei alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sowie schulische Voraussetzungen wie Curricula, Unterrichtsmaterialien und bestehende Unterstützungsstrukturen. Abschließend wird Gemeinsinn als normative und praktische Perspektive eingeführt, um partizipative, wissensbasierte Schulentwicklung zu rahmen und die Notwendigkeit einer koordinierten Zusammenarbeit zwischen Schule, politischen Entscheidungsträger*innen und Wissenschaft zur nachhaltigen und strukturellen Verankerung von Vielfalt hervorzuheben.

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