Abstract
Digitale Plattformen prägen in zunehmend digitalisierten Gesellschaften sowohl Gemeinsinn als auch Identitätsbildung. Besonders Jugendliche sind aufgrund hoher Nutzungsintensität sozialer Netzwerke und ihres entwicklungsbedingten Identitätsaufbaus stark mit dortigen Inszenierungen und Bewertungen konfrontiert. Netzwerke wie Instagram, Snapchat und TikTok fördern idealisierte Selbstinszenierungen (u. a. durch Filter) und verstärken soziale Vergleichsprozesse. Gleichzeitig bergen soziale Netzwerke Herausforderungen, die eng mit Geschlechterdarstellungen verknüpft sind: Stereotype Rollenbilder, normierende Körper- und Schönheitsideale sowie Selbstinszenierungen können als „normal“ oder erstrebenswert gerahmt werden und dadurch Vergleichsdruck, Unsicherheiten und psychische Belastungen verstärken. Entscheidend ist weniger die Nutzungszeit als die Qualität der Nutzung. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit ein schulisches Projekt vor, das Geschlechterdarstellungen von Influencer*innen auf YouTube jahrgangsübergreifend analysieren lässt und Reflexion sowie eigene Medienproduktion verbindet. Dadurch sollen 21st Century Skills sowie eine Medienkompetenz gefördert und Gemeinsinn als digitale Handlungskompetenz gestärkt werden.

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