Sprachen vergleichen – ein Bildungsstandard?

Autor/innen

  • Elena Stadnik KPH Wien/Krems

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird ein exemplarisches Basiswissen aus dem Bereich der kontrastiven Sprach­wis­senschaft erörtert und seine Relevanz in der Ausbildung von Lehrenden diskutiert. Es wird die Ansicht ver­treten, dass (u.a.) dieses Basiswissen notwendig ist, um das in den Bildungsstandards geforderte Ein­beziehen und Vergleichen von Sprachen im Rahmen des schulischen Deutschunterrichts qualifiziert gestalten zu können; das mit den Bildungsstandards gesetzte Ziel, Sprachbewusstsein von Schülerinnen und Schülern im Kontext der sprachlichen Heterogenität zu steigern, kann nur erreicht werden, wenn die Berücksichtigung verschiedener Sprachen im Rahmen eines schulischen Unterrichts nicht auf intuitiver Basis, sondern wissensbasiert erfolgt, und zwar unter Berücksichtigung grund­legender Erkenntnisse aus historisch-vergleichender Linguistik und der Typologie, den beiden Teildisziplinen der kontrastiven Sprach­wissenschaft, auf die im Übrigen auch die Bildungsstandards – implizit – referieren.

Veröffentlicht

2018-04-15