Abstract
Angesichts vielfältiger Transformationsprozesse und brüchiger Sicherheiten gewinnt die Frage nach einer zukunftsfähigen und lebenswerten Welt zunehmend an Bedeutung.
Hochschulen verfügen über das Potential und die Verantwortung, durch die Schaffung von Begegnungs-, Beziehungs- und Resonanzräumen als Bildungsorte zu fungieren, an denen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch neues Wissen generiert wird.
Sowohl im Hinblick auf die lebenslange Professionalisierung als auch vor dem Hintergrund einer Bildung für eine demokratische und nachhaltige Entwicklung bietet eine Auseinandersetzung mit (auto)biografischer Lektüre eine Möglichkeit, historisches (hoch)schulisches Lernen zu (be)fördern und (Mit)Verantwortung für gesellschaftliche Wandlungsprozesse zu forcieren.
Die kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit Lebensgeschichten birgt das Potential in sich, Veränderung von Einstellungen, Werturteilen, Denkmodellen mittels Perspektivenerweiterung in einer dialogischen Haltung zu bewirken sowie neue Möglichkeits- und Erfahrungsräume im Denken zu eröffnen.
Im vorliegenden Beitrag werden diese Räume mittels Begegnung mit Autobiografien jüdischer Autorinnen gesucht, deren Bedeutungsfaktoren für Primarstufen-Lehramtsstudierende der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein und in Folge für den schulischen Kontext dargestellt und hinsichtlich ihres transformatorischen Potentials personaler Deutungsmuster und Weltbilder hin zu einer solidarischen, verantwortungsbewussten und demokratischen Welt beleuchtet und diskutiert.

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International.
Copyright (c) 2026 Klaudia Zangerl, Simone Anna Stefan
