Die Wahrnehmung der eigenen Professionalität von Chemielehrenden zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihrer Berufslaufbahn

Eine empirisch-quantitative Studie

Autor/innen

  • Alexander Lengauer Pädagogische Hochschule Wien

DOI:

https://doi.org/10.53349/resource.2021.i16.a1006

Abstract

In diesem Beitrag werden nach einer kurzen Einführung in das EPIK-Modell und das Laufbahnmodell von Huberman die Ergebnisse einer Studie präsentiert, die untersucht, ob sich das subjektiv wahrgenommene Professionsempfinden von Chemielehrenden der Sekundarstufe im Laufe der Berufsausübung verändert. Dabei wurde primär untersucht, inwieweit die Faktoren Dienstalter, Ausbildungsvariante, Fortbildungstätigkeit oder Geschlecht einen Einfluss auf die selbst wahrgenommenen Kompetenzen haben. Als quantitative Studie konzipiert erfolgte eine Befragung der Mitglieder des Verbands der Chemielehrer/innen Österreichs (VCÖ) per Online-Fragebogen mit rund 50 Items, wobei von knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Fragen zur gefühlten Professionalität beantwortet wurden. Im Zuge der deskriptiven sowie inferenzstatistischen Auswertung (einfaktorielle MANOVA sowie t-Test nach Pearson) konnte gezeigt werden, dass sowohl das Dienstalter als auch die Fortbildungstätigkeit einen statistisch signifikanten Einfluss auf die selbstwahrgenommene Professionalität in einigen Bereichen haben, wohingegen die absolvierte Ausbildung und das Geschlecht von geringer Bedeutung sind. Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass eine Lehrperson zu keinem Zeitpunkt der Berufslaufbahn tatsächlich „fertig“ ist, sondern die Wahrnehmung als professionell arbeitende Pädagogin bzw. professionell arbeitender Pädagoge ständigen Veränderungen unterworfen ist.

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Veröffentlicht

2021-10-15

Ausgabe

Rubrik

Fachdidaktik