Migration(en) im Geschichte- und Politikunterricht

Eine Analyse der Darstellung von Migration(en) in Schulbüchern für Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung der Sekundarstufe I

Autor/innen

  • Christian Filko Pädagogische Hochschule Wien

DOI:

https://doi.org/10.53349/resource.2021.i16.a993

Abstract

Eine vom damaligen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Auftrag gegebene und zwischen 2011 und 2013 durchgeführte Studie zur Darstellung von Migration(en) in Geographie- und Geschichte-Schulbüchern zeigte auf, dass Migration in Schulbüchern größtenteils problematisiert und als ein Phänomen der Anderen dargestellt wird, welches in Österreich zu Herausforderungen im Hinblick auf Integration führt (Hintermann et al., 2013). Diese fatalen Ergebnisse, die die Binnenmigration und Österreich als Schauplatz von Migration nicht thematisieren sowie positive Effekte von Migrationsbewegungen ignorieren, bilden den Ausgangspunkt für den vorliegenden Beitrag. Mit der Einführung des kompetenzorientierten, modularisierten Lehrplans für das Unterrichtsfach Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung (GSP) im Jahr 2016 (BMBF, 2016) wurde mit dem Modul Migration die Querschnittsthematik im GSP-Lehrplan verankert. Da die Schulbücher lehrplankonform verfasst werden müssen, kam es zu zahlreichen Neuauflagen bereits vorhandener Serien, zur Einstellung einiger Schulbuchserien sowie zur Entstehung neuer Schulbuchreihen im Zuge der Lehrplanreform. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass durch die Verankerung des Themenbereichs Migration im Lehrplan auch in den neu approbierten Schulbüchern ein im Vergleich zu den Studienergebnissen von Hintermann et al. (2013) differenzierteres Bild von Migration(en) gezeichnet wird. Hierzu wird nach einem knappen Einblick in den Forschungsstand eine Lehrplananalyse durchgeführt, ehe die Ergebnisse der mittels qualitativer Inhaltsanalyse durchgeführten Schulbuchanalyse präsentiert werden.

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Veröffentlicht

2021-10-15

Ausgabe

Rubrik

Fachdidaktik