Global Goals Design Jam

Aktionsforschungsstudie für Bildung für Nachhaltige Entwicklung

  • Helga Mayr Pädagogische Hochschule Tirol, Pastorstraße 7, 6020 Innsbruck.

Abstract

Die Welt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Umbrüche, die stark durch menschliche Eingriffe (mit)verantwortet wird. Um die großen Herausforderungen („Grand Challenges“) meistern zu können und eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich dauerhaft tragfähige gesamtgesellschaftliche Entwicklung zu erreichen, ist ein Paradigmenwechsel notwendig, der Haltungen, Denk- und Arbeitsweisen, Kompetenzen und Engagement umfasst. Bildung spielt bei Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und der Kompetenzentwicklung eine Schlüsselrolle. Design Thinking ist eine innovative, agile Denk- und Arbeitsweise, mit der Menschen gemeinsam ein Verständnis für das tatsächlich zugrundeliegende Problem bzw. die Herausforderung und in einem kreativen, klar strukturierten Prozess Lösungsideen entwickeln. Eine mögliche Methode ist ein Design Jam, bei dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam an der Lösung einer Herausforderung zu arbeiten. Die vorliegende Studie widmet sich der Untersuchung eines Global Goals Design Jams, an dem 40 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt sechs Schulen der Sekundarstufe II teilgenommen haben. Vor dem Hintergrund der „Grand Challenges“ und den Sustainable Development Goals (Global Goals, die 17 Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung der UN) als Orientierungsrahmen für eine Nachhaltige Entwicklung stellten sie sich der Herausforderung, den Bezirk Kufstein (Tirol/Österreich) zur „innovativ-nachhaltigsten Region der Welt“ zu machen. Die Ergebnisse in Form ihrer Ideen und Lernerfahrungen sind ebenso dargestellt wie ein Ausblick auf ein Ausrollen des Formats, das - so viel sei an dieser Stelle schon vorweggenommen - sehr viel Potential verspricht.
Veröffentlicht
2019-09-04