Kunstpädagogik in der multiplen Krise: Entanglement als theoretische und analytische Perspektive
PDF

Schlagwörter

Care
Posthumanismus
Relationale Ontologie

Zitationsvorschlag

Kunstpädagogik in der multiplen Krise: Entanglement als theoretische und analytische Perspektive. (2026). R&E-SOURCE, 13(3), 236–252. https://doi.org/10.53349/re-source.2026.i3.a1564

Abstract

Der Beitrag entwickelt theoretische Grundlagen für eine kunstpädagogische Perspektive im Kontext multipler Krisen, in denen ökologische Zerstörung, soziale Ungleichheit, Autoritaris­men und epistemische Instabilitäten ineinandergreifen. Ausgangspunkt ist die Diagnose, dass moderne Weltverhältnisse durch grundlegende Dualismen – etwa Natur/Kultur, Mensch/ Nichtmensch oder Subjekt/Objekt – strukturiert sind, die auch in kunstpädagogischen Prakti­ken fortwirken und zur Stabilisierung krisenhafter Ordnungen beitragen. Der Artikel führt in zentrale Begriffe und Konzepte aus posthumanistischen, queer-feministischen und dekolonia­len Theorien ein und macht sie für kunstpädagogische Fragestellungen zugänglich. Entschei­dend ist dabei die Annahme, dass pädagogische Situationen nicht außerhalb der Krise stehen, sondern selbst in jene Verflechtungen eingebunden sind, die sie hervorbringen. Auf dieser Grundlage werden sechs analytische Linsen entwickelt, mit denen künstlerische und kunstpä­dagogische Situationen nicht primär über Inhalte, sondern über ihre Bedingungen und Relatio­nen analysiert werden können. Im Fokus stehen dabei Wahrnehmung, Zeitlichkeit, Sorge, Kollektivität, Response-ability sowie Vulnerabilität und Prekarität.

PDF
Creative Commons License

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International.

Copyright (c) 2026 Nicola Jakob-Feiks