Happy Littering

Umwelterziehung an Berufsschulen im Spannungsfeld moralischer Kognition und Emotion

Autor/innen

  • Beatrix van Duyvenbode PH Oberösterreich - FORVET

DOI:

https://doi.org/10.53349/resource.2021.i16.a989

Abstract

Dass Raucher/innen sehr häufig ihre Zigarettenreste achtlos auf den Boden fallen lassen – also „littern“, ist ein weitverbreitetes Problem.  Das Littering von Zigarettenstummeln verunstaltet die betroffenen Areale, verursacht hohen Zeit- und Kostenaufwand für deren Reinigung und kontaminiert noch dazu Boden und Grundwasser mit zahlreichen Giften. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit diesem Thema.

Im Sinn der Aktionsforschung wird ein Zyklus empirischer Untersuchungen zum Umweltbewusstsein und der Haltung der jugendlichen Raucher/innen gegenüber dem „Kippen-Littering“, deren eigenem Umgang mit ihren Zigarettenstummeln und deren Handlungsmotivation zu umweltgerechter Müllentsorgung bzw. zu Littering an der Berufsschule Steyr vorgestellt. Dabei wird auf theoretische Grundlagen zum Thema Littering, zu den Voraussetzungen für umweltbewusstes Handeln, den schulischen Herausforderungen und Möglichkeiten in Sachen Umweltbildung und dem Happy-Victimizer-Phänomen Bezug genommen. Letzteres erklärt Littering als Handlungsmuster, bei dem sich Personen trotz Übertritt moralischer Regeln gut fühlen. Die Ergebnisse der Befragung der Berufsschüler/innen zum „Happy Littering“ zeigen, dass die Entscheidung für oder gegen umweltbewusstes Verhalten sehr oft mit den Gefühlserwartungen, die sich der Einzelne von seiner Handlung verspricht, in Verbindung steht. Schließlich werden aufgrund der theoretischen und empirischen Erkenntnisse Perspektiven und Methoden diskutiert, welche geeignet sein könnten, Littering – im Speziellen das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln am und um das Schulareal – zu reduzieren.

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Veröffentlicht

2021-10-15

Ausgabe

Rubrik

Innovationen in Unterricht und Erziehung