Abstract
Zusammen mit dem niederösterreichischen Begabungsgütesiegel GripS gibt es in Österreich derzeit vier ähnlich konzipierte Begabungssiegel, die Schulen dabei unterstützen, eine begabungsförderliche Schulkultur zu implementieren. Inklusive Begabungsförderung, die durch GripS an Niederösterreichs Schulen implementiert werden soll, versteht Vielfalt als Ressource und hat zum Ziel, allen Lernenden die eigenen Potenziale, Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Dadurch soll gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden und die nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft in den Fokus rücken.
Die Beforschung der Wirksamkeit der Begabungsgütesiegel selbst steht allerdings erst am Anfang. Vorliegender Beitrag fokussiert daher auf ausgewählte Ergebnisse der Evaluation der ersten elf mit GripS zertifizierten Schulen und sieben weiterer Schulen, die einen begabungsfördernden Schulentwicklungsprozess zum Zeitpunkt der Datenerhebung bereits in Gang gesetzt hatten. Zusätzlich liegen die Daten von 54 Schulen einer Kontrollgruppe vor.
Die Ergebnisse legen nahe, dass sich durch die Teilnahme an GripS nicht nur das Wissen und die Haltung der beteiligten Lehrkräfte, sondern auch der Unterricht und die Schulkultur im Hinblick auf Begabungs- und Begabtenförderung ändern.

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