Abstract
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts existieren Ansätze, Gesundheitserziehung in den schulischen Alltag zu integrieren. Diese waren jedoch überwiegend auf Wissensvermittlung und Abschreckung vor Risiken ausgerichtet und erwiesen sich als wenig wirksam und nachhaltig (Faltermaier, 2023). Mit der Verabschiedung der Ottawa-Charta (WHO, 1986) wurde ein Paradigmenwechsel eingeleitet, durch den sich das Konzept der schulischen Gesundheitsförderung als relevanter Faktor für erfolgreiches Lehren und Lernen etablieren konnte. Schule wird seither als Organisation verstanden, die gesundheitsförderlich zu gestalten ist, um Gesundheit als integralen Bestandteil von Schulentwicklung zu verankern. Das Konzept orientiert sich an den Prinzipien der Partizipation, des Empowerments, eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses sowie der salutogenen Ressourcenstärkung (Paulus, 2022; Paulus & Dadaczynski, 2024). Das Wiener Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen (WieNGS) unterstützt aktuell über 170 Wiener Schulen bei der Entwicklung salutogener Lernsettings. Auf Basis von Evaluations- und Jahresberichten des WieNGS aus den Jahren 2022 bis 2024 wurden wirkungsorientierte Faktoren gesundheitsförderlicher Lern- und Arbeitsräume analysiert. Die Auswertung erfolgte im Rahmen einer Dokumentenanalyse (Bowen, 2009) in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (Mayring, 2022).

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