Vielfalt durch Gebärdensprache

Autor/innen

  • Susanne Stadlmayr Pädagogische Hochschule Niederösterreich

DOI:

https://doi.org/10.53349/resource.2022.i17.a1011

Abstract

Die Entwicklung von gehörlosen und hörbehinderten Menschen hängt in hohem Maß davon ab, in welchem Umfeld sie aufwachsen und welche gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber einer Behinderung in Mikro- und Makrosystemen (vgl. Kollien 2011, S. 44f) vorherrschen. Der Begriff „Behinderung“ erscheint in diesem Zusammenhang auch zutreffend, da die Betroffenen im Hinblick auf verschiedene Lebens- und Sprachebenen behindert sind bzw. werden, wie in der Ausübung und im Zugang zu ihrer natürlichen Sprache oder bei der Teilhabe an Kultur, Bildung und Beruf.

Im Sinne einer offenen, respektvollen und an Diversität orientierten Gesellschaft ist es notwendig, Gehörlosigkeit nicht länger als Defizit zu betrachten, sondern anzuerkennen, dass die vielfältigen Interaktions- und Lebensformen, die sich im Zusammenhang mit Gehörlosigkeit entwickelt haben, einen sprachlichen und kulturellen Wert darstellen, der sich positiv auf die (Identitäts-)Entwicklung von Gehörlosen auswirkt und eine bereichernde Vielfalt für die Gesamtgesellschaft mit sich bringt.

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Veröffentlicht

2022-04-15

Ausgabe

Rubrik

Fachwissenschaften